a man with the dynox pro in his hand

Warum das Dynox Pro anders ist (Dynox Pro Review)

Wir zerlegen das Dynox Pro: 10.000 mAh Akku, monokristallines Solarpanel und verstärkte Kurbel. Fakten statt Marketing-Bla.
Fahrradhelm im Winter: So vermeiden Sie Passform-Probleme und Kältebrücken durch falsche Headwear Luet nyt Warum das Dynox Pro anders ist (Dynox Pro Review) 9 minuuttia

Einleitung

Es gibt zwei Arten, Ausrüstung zu kaufen. Die erste Art: Du gehst auf Amazon, sortierst nach "Preis aufsteigend" und kaufst das erstbeste Plastikteil für 29 Euro. Die zweite Art: Du informierst dich. Du vergleichst Specs. Du willst wissen, was wirklich drin steckt.

Dieser Artikel ist für den zweiten Typ.

Wir haben genug davon, dass "Notfallradios" als Spielzeug verkauft werden. Dass mit Fantasie-Zahlen um sich geworfen wird. Deshalb machen wir heute das Gehäuse auf. Wir schauen uns an, was das Dynox Pro antreibt. Volt, Ampere, Lumen und Dezibel. Kein Marketing-Sprech. Nur Physik und Fakten.

Technische Highlights

Massiver Speicher: Ein 10.000 mAh Lithium-Polymer-Akku (keine billigen NiMH-Zellen) liefert echte Powerbank-Performance.

Lade-Effizienz: Monokristallines Solarpanel für optimierte Erhaltungsladung bei diffusem Licht.

Mechanik: Verstärktes Kurbel-Dynamo-Getriebe für Langlebigkeit (kein Abbrechen nach 5 Minuten).

Konnektivität: Analoges Board für AM (520-1710 KHz) und FM (87-108 MHz) plus NOAA Weather Band.

Dual-Light System: 3W COB-LED (Leselicht) + 1W Fokus-LED (Taschenlampe) für verschiedene Szenarien.

1. Das Herzstück: 10.000 mAh Lithium-Power

Die wichtigste Zahl zuerst. Die meisten Kurbelradios auf dem Markt haben Akkus mit 2.000 bis 4.000 mAh. Das entspricht etwa einem iPhone-Akku (ca. 3.200 mAh). Rechnet man Ladeverluste dazu (Wärme, Spannungswandlung), reicht so ein Radio oft nicht einmal für eine einzige Vollladung deines Smartphones.

Das Dynox Pro nutzt einen 10.000 mAh Akku. Das ist Faktor 2,5 bis 5 gegenüber dem Standard.

Warum Lithium-Polymer (LiPo)?

Wir setzen nicht auf alte Nickel-Metallhydrid (NiMH) Akkus oder Standard AA-Batterien. LiPo-Zellen haben eine entscheidende Eigenschaft: Hohe Energiedichte bei geringer Selbstentladung. Lagerst du das Dynox Pro voll aufgeladen ein, hat es nach 6 Monaten immer noch ca. 80-90% Ladung. Billige Akkus sind dann oft schon tiefentladen und kaputt.

Dynox Pro Test: Was bedeuten 10.000 mAh?

In unseren Tests (bei 20°C Raumtemperatur) konnten wir folgende Werte ermitteln:

  • iPhone 15 Pro: ca. 2,5 bis 3 volle Ladungen.

  • Samsung Galaxy S24: ca. 2 volle Ladungen.

  • Laufzeit Radio (mittlere Lautstärke): 50+ Stunden.

  • Laufzeit Leselicht: 60+ Stunden.

Das bedeutet: Du hast nicht nur Strom für einen kurzen Notruf. Du hast Energie für ein ganzes Wochenende. Das macht das Dynox Pro zur perfekten Ergänzung für Festivals (siehe unseren Festival & Vanlife Guide) oder längere Stromausfälle.

2. Solar & Kurbel: Physik vs. Wunschdenken

Hier müssen wir ehrlich sein. Viele Hersteller drucken "Solar Charging" auf die Packung und suggerieren, das Gerät wäre in einer Stunde in der Sonne voll. Das ist physikalisch unmöglich.

Das Solar-Panel

Das Dynox Pro verbaut ein monokristallines Panel.

  • Vorteil: Wirkungsgrad von ca. 20% (besser als billige polykristalline Zellen).

  • Leistung: Bei direkter Sonneneinstrahlung (STC) liefert das kleine Panel ca. 0,3 bis 0,5 Watt.

  • Die Rechnung: Um 10.000 mAh (37 Wh) komplett zu laden, bräuchte man bei 0,5W theoretisch 74 Stunden volle Sonne.

Wozu ist es dann da? Das Panel dient der Ladeerhaltung. Es kompensiert die natürliche Selbstentladung des Akkus. Wenn das Radio auf dem Fensterbrett oder dem Armaturenbrett liegt, bleibt der Akku "frisch". Im absoluten Notfall kann ein Tag in der Sonne genug Energie für 30 Minuten Radio oder einen kurzen Notruf liefern. Aber es ist keine Primär-Ladequelle.

Der Kurbel-Dynamo

Wir haben das Getriebe verstärkt. Die Schwachstelle vieler Kurbelradios ist der Hebelarm aus dünnem Plastik. Wir nutzen glasfaserverstärkten Kunststoff für den Arm und ein robusteres Innengetriebe.

  • Output: Bei 130 Umdrehungen pro Minute (RPM) generiert der Dynamo ca. 300-350 mA Strom.

  • Effizienz: 1 Minute Kurbeln = ca. 15 Minuten Licht oder 5-10 Minuten Radio.

Es ist Arbeit. Aber es ist deine Energie-Versicherung. Wenn der Akku leer ist und die Sonne nicht scheint, ist die Kurbel dein Lebensretter.

Kurbelradio

3. Konnektivität: Warum Analog > Digital

In einer Welt von DAB+ und Internetradio setzen wir bewusst auf analoge Technik. Warum? Reichweite und Robustheit.

AM/FM Empfang

Digitale Signale (DAB) sind "Alles oder Nichts". Bei schlechtem Empfang bricht der Stream ab. Ein analoges Signal kann rauschen, knacken und schwach sein – aber du kannst die Information oft trotzdem noch verstehen.

In Krisensituationen (siehe dazu unseren Blackout-Vorsorge Guide) ist Reichweite alles. AM-Wellen (Mittelwelle) können nachts hunderte Kilometer zurücklegen.

Specifications

  • FM (UKW): 87 - 108 MHz (Lokale Sender, Verkehrsfunk). Antenne: Teleskop (ausziehbar).

  • AM (MW): 520 - 1710 KHz (Überregionale Sender). Antenne: Ferritstab (intern).

  • NOAA: 7 vorprogrammierte Wetterkanäle (hauptsächlich relevant in USA/Nordamerika, aber technisch an Bord).

Das Drehrad zur Frequenzwahl ist "old school". Keine Touch-Slider, die bei Nässe spinnen. Ein physisches Rad mit Widerstand für feine Justierung.

4. Licht-System: Lumen sind nicht alles

Das Dynox Pro ist kein Flutlichtstrahler für ein Stadion. Es ist eine Arbeits- und Orientierungsleuchte.

Modus 1: Die Taschenlampe (Spot)

Eine 1W Power-LED mit Reflektor bündelt das Licht.

  • Reichweite: ca. 30-50 Meter.

  • Nutzen: Wegsuche im Dunkeln, Orientierung im Wald. Wer mehr Licht für Aktivitäten braucht (Joggen, Klettern), greift besser zur Adventure Light Stirnlampe, um die Hände frei zu haben.

Modus 2: Das Leselicht (Flood)

Unter dem Solarpanel sitzen COB-LEDs (Chip on Board). Klappt man das Panel hoch, aktivieren sie sich automatisch.

  • Lichtcharakter: Weich, diffus, breit gestreut.

  • Nutzen: Zeltbeleuchtung, Kochen im Van, Lesen, Kartenstudium.

  • Dimmbar: Ja, um Strom zu sparen.

Modus 3: SOS-Signal

Hält man die Lichttaste gedrückt, blinkt die Lampe den Morsecode S-O-S (... --- ...), während eine 80 Dezibel Sirene heult. Nicht verwenden, um den Nachbarn zu ärgern. Nur für echte Notfälle.
DynoxPro Front Features
DynoxPro Back Features

5. Build Quality & Haptik

Ein Outdoor-Gerät muss sich gut anfühlen. Nicht wie ein Joghurtbecher. Das Dynox Pro wiegt ca. 400 Gramm. Das Gewicht kommt vom großen Akku und dem massiven Trafo des Dynamos. Gewicht ist hier ein Zeichen von Qualität. "Heavy is good", wie man so schön sagt.

Material

Das Gehäuse besteht aus schlagfestem ABS-Kunststoff mit einer gummierten "Soft-Touch"-Oberfläche. Das sorgt für Grip, auch mit nassen Händen oder Handschuhen (passend dazu: unsere ThermoFit Handschuhe).

Wasserschutz: IPX3

Was bedeutet IPX3? "Schutz gegen sprühendes Wasser bis 60° gegen die Senkrechte." Auf Deutsch: Ein normaler Regenschauer ist kein Problem. Morgentau im Gras ist kein Problem. Aber: Das Gerät ist nicht tauchfähig. Wirf es nicht in den See. Die Anschlüsse (USB-A, USB-C, AUX) sind unter einer dicken Gummiklappe geschützt. Diese muss fest verschlossen sein, damit der Schutz greift.

6. Die Anschlüsse: Modern & Vielseitig

Endlich kein Micro-USB mehr. Das Dynox Pro setzt auf USB-C als Ladeeingang. Das bedeutet: Du kannst dasselbe Kabel nutzen wie für dein modernes Smartphone, Tablet oder Laptop. Ladezeit an der Steckdose (Fast Charger): ca. 3,5 bis 4 Stunden für 0 auf 100%.

Der USB-A Ausgang liefert Standard 5V/2.1A. Das reicht für schnelles Laden von fast allen USB-Geräten.

Fazit: Fakten statt Fiktion

Das Dynox Pro Kurbelradio mit 10000mAh ist keine Magie. Es kann Physik nicht überlisten. Das Solarpanel braucht Zeit. Die Kurbel braucht Kraft. Aber es ist ehrlich.

Es liefert die 10.000 mAh, die draufstehen. Es liefert Licht und Information, wenn alles andere ausfällt. Es ist solide gebaut, reparierbar konzipiert (verschraubtes Gehäuse statt verklebt) und durchdacht.

Für 79,90€ bekommst du kein Spielzeug, sondern ein Werkzeug. Ein Werkzeug, das den Unterschied machen kann zwischen "Panik im Dunkeln" und "Entspannter Abend mit Licht und Musik".

Ob du dich auf einen Blackout vorbereitest oder einfach nur das beste Radio für deinen Camping-Trip suchst – die Technik im Dynox Pro lässt dich nicht im Stich.

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FAQ

Kann ich den internen Akku austauschen?

Der Akku des Dynox Pro ist als fest verbautes Bauteil ausgelegt und nicht für einen Austausch durch Endkund:innen vorgesehen. Aus Sicherheitsgründen (u. a. Schutz vor Kurzschluss/Überhitzung und zur Sicherstellung der Dichtigkeit/Stoßfestigkeit) sollte ein Akkutausch ausschließlich durch unseren Service bzw. eine autorisierte Fachwerkstatt erfolgen.

Wenn die Akkuleistung nachlässt oder ein Defekt vermutet wird, helfen wir dir gern weiter: Im Garantiefall übernehmen wir die Prüfung und den Austausch im Rahmen unseres Service. Außerhalb der Garantie bieten wir ebenfalls einen kostenpflichtigen Austauschservice an – melde dich dafür einfach mit Kaufdatum/Bestellnummer beim Support.

Funktioniert das Solarpanel auch hinter einer Autoscheibe?

Ja, aber mit reduzierter Leistung. Getöntes oder UV-beschichtetes Glas (bei modernen Autos fast Standard) filtert viel Energie heraus. Für beste Ergebnisse sollte das Panel direktes Sonnenlicht ohne Glasbarriere bekommen.

Wie verhält sich der LiPo-Akku bei Kälte (Minusgrade)?

Wie alle Lithium-Akkus verliert er bei Kälte temporär an Kapazität und Spannung. Wir empfehlen, das Gerät bei extremen Minustemperaturen nah am Körper oder im Schlafsack zu lagern, wenn es genutzt werden soll. Die Lagerung im kalten Auto schadet dem Akku dauerhaft nicht, solange er nicht *bei* Minusgraden geladen wird.

Kann ich gleichzeitig laden (per Sonne) und Musik hören?

Ja, „Pass-Through“ ist möglich. Du kannst Radio hören oder Licht nutzen, während das Gerät lädt (egal ob per USB oder Solar). Beachte, dass sich die Ladezeit dadurch natürlich verlängert.

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